1950 - 1955: Gründungen und Fusion

Im August 1950 lockerte der Alliierte Kontrollrat die Gesetzgebung insofern, daß nun zumindest Gründungen von Luftsportvereinen wieder erlaubt waren. Der Segelflug an sich war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch immer untersagt. Dessen ungeachtet wurde am 04.08.1950 der heutige Deutsche Aero-Club (DAeC) aus der Wiege gehoben. Schon kurze Zeit später wurden neue Fliegergemeinschaften gegründet, wobei sich in Schaumburg 2 Vereine bildeten..

Am 20. Juni 1951 hob der Alliierte Kontrollrat das Verbot für den Segelflug schließlich komplett auf. Besitz, Betrieb und Produktion von Segelflugzeugen waren von dortan an wieder genehmigt. Der damalige Bundesminister für Verkehr, Dr. Seebohm, schrieb dem ersten Präsidenten des DAeC, Wolf Hirth, hierzu:

"Die heutige Meldung von der endgültigen Freigabe der Segelflugs erfüllt mich mit tiefer Freude. Ich sende dem Deutschen Aero-Club und den ihm angeschlossenen Verbänden und Vereinen meine herzlichsten Glückwünsche und wünsche dem neuerstandenen Segelflugsport einen glückhaften Start."



Das erste Logo des DAeC


Wolf Hirth

Aero Club Stadthagen

Der erste Flugverein in Schaumburg wurde am 23. November 1950 im Amtsgericht Stadthagen eingetragen. Sein Name: Aero Club Stadthagen. Die Gründungsmitglieder waren:

Ernst Botermann

Walter Gerlach

Heinz Gerstel

Willi Grosse-Wortmann

Helmut Grosse-Wortmann

Wolfgang Heidenreich

Heinrich Heine

Walter Kellermeier

Im Dezember 1951 erwarb der Verein sein erstes Segeflugzeug, eine SG38. Im Frühjahr 1952 wurde es sogleich auf dem neuen Fluggelände des Vereins, "Battermanns Koppelweg", per Autoschleppstart gestartet. Die Schleppfahrzeuge waren unter anderem ein privater Mercedes und ein Lancia. Des Weiteren wurde auf den befreundeten Plätzen Rinteln, Vennebeck und Stolzenau geflogen.

Leider kam es auch im gleichen Jahr zum Bruch des SG 38, was den Enthusiasmus der neuen Vereinskameraden verständlicherweise stark schmälerte. Es ergab sich allerdings bereits Anfang 1953 eine Möglichkeit, wieder in die Luft zu kommen: der Landesverband Niedersachsen hatte einen Doppel-Raab erworben. Der Aero Club Stadthagen erhielt daraufhin das Angebot, das Flugzeug von der Firma Hirth aus Baden-Württemberg abzuholen. Im Gegenzug sollte der Verein dieses für einige Wochen kostenlos nutzen dürfen. Um dies zu bewerkstelligen, lieh sich der Verein eine Winde aus Burgdorf und startete vom Flugplatz Rinteln aus.

Der Doppel-Raab überzeugt die Stadthäger Flieger. Mit Hilfe einiger privater Bürgschaften schafft sich der Verein 1954 einen eigenen Doppel-Raab an; das Kennzeichen: D-6064.

Im Jahre 1955 startete man das Unterfangen, eine eigene Dieselwinde zu konstruieren; die Leistung dieses so genannten "Dieselungetüms" machte sogar so weit von sich Reden, das sie sogar Gastflieger aus Hameln und Diepholz anzog.

Schließlich kam es am 29.06.1955 zur Fusion zwischen der Luftsportvereinigung Bückeburg und dem AeroClub Stadthagen. Der neue Verein hiess, nach einigen Namensänderungen: Segelflugverein Schaumburg.

Der erste Vorsitzende des neuen Vereins wurde Wolfgang Heidenreich. Darüber hinaus erweiterte sich der Flugzeugpark durch die Fusion um eine Grunau Baby 2b.



Ein Bild aus dem Sommer 1952


Mitgliedsausweis des DAeC


Mitgliedsausweis des DAeC

Luftsportvereinigung Bückeburg

Am 08.Juni 1951 trafen sich 60 flugbegeisterte Personen im Gasthof Fenkner in Bückeburg und gründeten die Luftsportvereinigung Bückeburg. Der erste Vorsitzende wurde Walter Freimann. Ein Auszug aus der Gebührenordnung der Satzung lautete:

"Mitgliedsbeitrag im Monat von 2 DM, Arbeitlose und Lehrlinge 50 Pfennig."

Am 29.06.1955 kam es zur Fusion zwischen der Luftsportvereinigung Bückeburg und dem Aero Club Stadthagen. Der neue Verein hiess, nach einigen Namensänderungen: Segelflugverein Schaumburg.

Fusion

Am 29.06.1955 kam es zur Fusion zwischen der Luftsportvereinigung Bückeburg und dem Aero Club Stadthagen. Der neue Verein hiess, nach einigen Namensänderungen: Segelflugverein Schaumburg.



Das finale Logo des SFV Schaumburg

Keine News in dieser Ansicht.